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Im Wettbewerb können Jugendliche ihre Talente erproben

Was hat sich seit Beginn des DGPS verändert? Welche Herausforderungen sind mit dem Wettbewerb verbunden? Christine Kadolli, Spielleiterin des Wettbewerbs beim Deutschen Sparkassenverlag, hat Antworten sowie Tipps für Schüler und Lehrkräfte.

1. Frau Kadolli, den Gründerpreis für Schüler gibt es bereits seit 1999. Sie waren von Anfang an dabei. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert?

Die Schülerinnen und Schüler haben heute ganz andere Voraussetzungen. Durch die Digitalisierung sind Informationen schneller abrufbar und einfacher aufzubereiten als noch vor ein paar Jahren. Dadurch haben die Teams ganz neue Möglichkeiten, ihre Ideen zu präsentieren. Für viele ist es ganz selbstverständlich geworden, Präsentationen digital zu halten, Websites zu erstellen, Social Media Kanäle zu betreiben oder eigene Filme zu schneiden. Durch den hohen Praxisbezug, den der Wettbewerb bietet, können die Jugendlichen ihre Talente erproben. Das kommt in der Schule ansonsten häufig zu kurz.

2. Das Existenzgründerplanspiel ist zeitintensiv und hat einen hohen Qualitätsanspruch. Was bedeutet dies für die Teams und die Lehrkräfte, welche Herausforderungen bestehen?

Ganz wichtig ist zunächst einmal die Herausforderung Zeitmanagement für die Teams: Termine einhalten und Aufgaben im Team effizient aufteilen – das müssen die Jugendlichen erst einmal lernen. Damit erwerben sie aber auch Fähigkeiten, die jeder später im Beruf braucht. In diesem Jahr werden die Teams besonders auf die Probe gestellt: Aufgrund von Kollisionen mit Ferienterminen in den Bundesländern, mussten wir die Abgabefristen für die Aufgaben dieses Mal besonders eng aneinanderreihen. Das möchten wir im nächsten Jahr wieder besser terminieren.

Auch für Lehrerinnen und Lehrer ist das Zeitbudget an den Schulen für zusätzliche Projekte und Wettbewerbe beständig gesunken. Wir arbeiten daran das Planspiel zukünftig an diese Entwicklungen anzupassen, gleichzeitig ist uns aber wichtig, dass der Qualitätsanspruch erhalten bleibt.

3. Was wünschen Sie sich für den Wettbewerb?

Ich wünsche mir, dass in Zukunft noch viele Schülerjahrgänge vom Wettbewerb profitieren werden. Zu vielen Alumni haben wir noch Kontakt. Dadurch wissen wir, dass einige bereits ihr eigenes Unternehmen gründen konnten und andere über den Gründerpreis einen Ausbildungsplatz erhalten haben. Das sind natürlich Erfolge, über die wir uns besonders freuen. Es zeigt: Mit einer Teilnahme bereiten die Schulen ihre Schüler auf die Wirtschafts- und Berufswelt vor und bauen Netzwerke zur örtlichen Wirtschaft auf.