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Tipps vom Profi

Der Gründer und Geschäftsführer des Hamburger Brause-Herstellers Lemonaid Beverages gewann 2016 den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“. Beim Finale des DGPS gab Jakob Berndt sein Wissen an die Nachwuchsgründer weiter.

Rausgehen! Feedback einholen! Und vor allem: nett sein!
Jakob Berndt, Gründer von Lemonaid, war Gastredner bei der
Siegerehrung und hatte viele Tipps für die Jugendlichen.

Foto: Klaus Knuffmann

Er präsentierte, wie bei Lemonaid alles begann. Auf der Suche nach der perfekten Rezeptur mixten die Freunde am heimischen Küchentisch literweise frische Limonaden und Eistees. „Wir haben uns mit Kostproben bei Gastronomen und Feinkosthändlern vorgestellt und so ging alles langsam aber sicher seinen Weg.“ Heute müsse er sich schon manchmal kneifen, wenn er vor seinen 80 Mitarbeitern stehe. Und die Begeisterung über dieses Team klang in jedem Satz mit.

Sein wichtigster Tipp an diesem Abend: Zu Beginn eines Start-ups sollte man sich über eines im Klaren sein: Warum wird überhaupt ein Unternehmen gegründet? „Wer sich diese Frage ehrlich beantworten kann, wird daraus viel Kraft schöpfen“, so Jakob. Dazu zähle, die richtigen Mitstreiter, Partner und Kunden für sein Vorhaben zu finden sowie auch Durststrecken zu überwinden und sein Team langfristig mitzureißen.


Weiter sollten Gründerinnen und Gründer mutig sein, neue Dinge auszuprobieren und sich nicht von mangelnder Erfahrung oder verkrusteten Marktstrukturen abschrecken lassen. Motto: einfach mal loslegen. Dazu gehöre unbedingt auch, sich früh Feedback einzuholen. „Als Gründer muss man raus aus der Versuchsküche und sich der Realität stellen.“ Nur so lernt man, an welchen Schrauben man noch zu drehen hat, weiß Jakob aus eigener Erfahrung.

Bevor sich Jakob nach donnerndem Applaus verabschiedete, rief er den Nachwuchsgründern noch zu: „Seid nett und bleibt ihr selbst.“ Man könne als Unternehmer sehr erfolgreich sein, ohne täglich den harten Hund spielen zu müssen. Sich darüber hinaus sozial zu engagieren, sei den Machern von Lemonaid ein Anliegen und zugleich ein Grundpfeiler des Erfolgs. Von jeder verkauften Flasche werden 5 Cent gespendet, insgesamt schon zwei Millionen. Das ist doch mal erfrischende Entwicklungshilfe.