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Dietmar Krohmer

Allgemeine Informationen

• Name: Dietmar Krohmer
• Schule: Hans-Multscher-Gymnasium Leutkirch im Allgäu
• Schulform: Gymnasium
• Unterrichtende Fächer: Wirtschaft, Mathematik, Physik, Naturwissenschaft und Technik
• Unterrichtende Klassenstufen: 5-12
• E-Mail-Adresse: dietmar.krohmer@dgp-schueler.de

Fragen zum Wettbewerb

• Warum haben Sie sich für den DGPS entschieden?
Der DGPS bietet ein über Jahre entwickeltes und immer wieder optimiertes Gründungsplanspiel allerhöchster Qualität. Die Bearbeitung der Aufgaben ist aufwändig und dem gymnasialen Niveau entsprechend. Sie sind optimal geeignet um Schüler vor Herausforderungen zu stellen, ohne sie zu überfordern. Jeder kann etwas für sich lernen. Großer Einsatz bringt großen Erfolg.

• Wie integrieren Sie das Planspiel in den Unterricht?
In Baden-Württemberg ist in der 11 Klasse ein dreistündiger Seminarkurs vorgesehen. So können wir den Wettbewerb optimal in den Schulalltag integrieren. Grundlegende Kompetenzen und einige inhaltliche Schwerpunkte können in der Phase von September bis Dezember angesprochen werden. Ab Januar steht dann die Bearbeitung der Aufgaben im Mittelpunkt. Der Lehrer dient den Schülern als Berater, die Fortentwicklung des Unternehmens und die Bearbeitung der Aufgaben liegt im vollen Umfang bei den Schülern. Sie übernehmen dadurch selbst die Verantwortung für ihren Lernprozess und erleben dies in aller Regel als Bereicherung.

• Wie profitiert ihr Unterricht vom DGPS?
Vor allem ergeben sich im Fach Wirtschaft und im Themenschwerpunkt „Unternehmen“ Synergieeffekte. Jede Kollegin und jeder Kollege weiß, dass das Lernen am konkreten Beispiel der theoretischen Beschäftigung mit den Inhalten weit überlegen ist.

• Wie viele Wochenstunden investieren Sie in den Wettbewerb?
Drei bis vier Wochenstunden während der Vorbereitungsphase von September bis Dezember. Während der Wettbewerbsphase ist der Aufwand von der Anzahl der Beratungswünsche abhängig. Die wöchentliche Belastung schwankt daher. Ich habe sie jedoch nie als zu groß empfunden, weil es einfach toll ist zuzusehen, wie die Schüler sich entwickeln, wie sie „ihr“ Unternehmen voranbringen möchten und wie dankbar sie für einen gelegentlichen Blick von außen sind. Das darf man als Lehrer nicht alle Tage erleben. Davon könnten wir mehr gebrauchen.

• Wie wirkt sich die Teilnahme auf die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler zu Unternehmertum und Selbstständigkeit aus?
Unternehmer werden ist für Schüler im Alter von 16 oder 17 Jahren zunächst undenkbar. Sie verbinden es bestenfalls mit der fixen Idee wenig zu arbeiten und dabei viel Geld zu verdienen. Das ändert sich durch die Teilnahme am Gründerpreis ganz grundlegend. Die Schüler lernen, wie viele Dinge zu berücksichtigen sind um ein Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen und auf wie vielen Gebieten man sich Wissen aneignen muss. Ihnen wird auch die Tatsache bewusst, dass es tatsächlich möglich ist, Unternehmer zu werden und dass die abhängige Beschäftigung, die in der Berufsberatung praktisch ausschließlich thematisiert wird, nicht alles ist. So mancher Berufswunsch hat sich bei meinen Schülern durch die Beschäftigung mit dem Deutschen Gründerpreis verändert. Ein erstes Unternehmen ist tatsächlich entstanden und so wie es aussieht könnten weitere folgen. Eine tolle Entwicklung.

• Was bringt das Spiel Ihren Schülerinnen und Schülern?
Die Schülerinnen und Schüler lernen was es bedeutet, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Sie erleben, wie viel Spaß es macht, sich intensiv mit einer Sache zu beschäftigen und ebenso, wie zäh es wird und wie viel Stress es bedeutet, wenn man sich nicht um die anliegenden Dinge kümmert. Durch die Aufgaben des Gründerpreises sind sie bei manchen Problemstellungen auch auf externe Hilfe angewiesen. Sie haben beispielsweise die Aufgabe, Personen oder Institutionen anzusprechen und um Unterstützung zu bitten. Dies ist für manchen Jugendlichen ein großer Schritt und die Tatsache, dass die Erwähnung der Teilnahme am Deutschen Gründerpreis so manche Türe öffnet, ist für die Schülerinnen und Schüler eine tolle Erfahrung. Nicht zuletzt gewinnen die sie durch den Auftritt im Unternehmen des Paten viel Selbstvertrauen und Routine im Präsentieren ihrer Idee. Der Fortschritt in diesem Bereich ist gewaltig und im normalen Schulunterricht so kaum zu erreichen.

• Wie motivieren Sie Ihre Schülerinnen und Schüler?
Weil ich vom Gründerpreis überzeugt bin, ist es einfach die Schülerinnen und Schüler zu motivieren. Ich stelle lediglich kurz die Idee hinter dem Wettbewerb vor und zeige den Film von der Siegerehrung.

• Was macht Ihnen besonders Spaß an diesem Projekt?
Es ist wunderbar die Entwicklung der Ideen und der Schüler selbst zu beobachten. Wie sie sich kleinschrittig und angeleitet mit der Unterstützung des Lehrers auf den Weg machen, immer selbstständiger werden und am Ende der Wettbewerbsphase gereift und souverän auf einer Bühne oder am Flipchart in einem Unternehmen stehen und ihre Ideen präsentieren. Die Auswahl und der Anspruch der Aufgaben des Gründerpreises sind ideal geeignet um das Potential der Schülerinnen und Schüler zu entfalten. Dies sollte das Ziel von Schule sein und dieser Wettbewerb liefert dafür eine optimale und ausgereifte Unterstützung. Ich kann jedem Kollegen nur empfehlen es einmal zu versuchen – wagen Sie den „Deutschen Gründerpreis für Schüler“. Sie und Ihre Schüler werden eine helle Freude daran haben.